Eingang
Labyrinth
Verloren...?
Ausgang
.
ein Lehrer ist jemand, der einem mehr lehrt, als nacktes Fachwissen.

es ist schon seltsam. zum zweiten Mal erlebe ich, dass Tarcisio für 3 Monate nach Wien kommt. schon letztes Jahr war ich traurig, als er mit seiner Gefolgschaft wieder nach Brasilien zurückging. wie denn auch anders? natürlich muss er zurück nach Hause. aber dieses Mal hat es mich mehr getroffen, als ich es mir zugetraut hätte.
sie zeigen mir so viel mehr, als "bloß" ein Stück ihrer Kultur in Form von Rhythmen, Tanz und Gesang. sie zeigen mir Genuss, Gefühle, Umgang mit anderen. sie zeigen mir, wie einfach es ist, sich ohne Sprache zu verständigen. sie zeigen mir, wie verschiedene Personen eine Gruppe bilden können, auch wenn sie ansonsten nicht viel gemeinsam zu haben scheinen. es ist jedes Mal eine Bereicherung. &auch ein Stück Ehre. er ist verdammt gut in dem, was er tut.
ich hoffe, dieses Jahr hält die Gruppe den Wintermonaten besser stand.
&ich freu mich auf sein Wiederkehren nächsten Sommer. falls ich in Wien bin. ansonsten erst wieder 2013.
18.7.11 03:09


.auf geht's



macht es mir Angst, dass ich gerade gesehen hab, dass heute jemand auf meinem Blog war? ja! stört mich das wirklich? nein!denn nichts desto trotz ist es heute vorbei. nicht das Spiel, sondern viel mehr das Lesen der Regeln.


ich hab heute also sortiert. nicht nur irgendwie, sondern aussortiert&umsortiert. geschlichtet, gestapelt, weggeworfen, zusammengelegt, in Mappen geordnet, verstaut.

es dürfte auf der Hand liegen. ich hab Angst davor, was auf mich zukommt. aber ich bin bereit. bereiter denn je. würde ich fast sagen. das Leben kann kommen. soll's mir ruhig geben, was es zu bieten hat. ich war nie sonderlich stark im Nehmen, aber momenten hilft mir eine geballte Ladung Euphorie&Glück. ja, Glück im philosophischen und Euphorie im biologischen Sinne.

ich möchte all das sehen, an das die meisten nicht einmal denken. ich möchte all das kennen lernen, von dem andre nicht wirklich wissen, was es ist.

&das Bild is einfach cool. warum? Langzeitbelichtung & Blitz. man ignoriere meine Pickel. oder man tue es nicht, sondern nehme es bloß hin.


das Leben hat zu viel zu bieten. wo fang' ich nur an? wahrscheinlich in Spanien.
14.6.11 00:53


.gib mir Leben!

alles das ich war, oder besser gesagt: alles, das mir geholfen hat, mich als etwas zu sehen, mich mit etwas zu definieren, ist in meinem Leben weggefallen.
mit Atréjus Umzug nach Köln ist wahrscheinlich schon der größe Teil von mir verschwunden. &auch das Wichtigste für eine Persönlichkeit fehlt seitdem. wann hatte ich zuletzt eine Unterhaltung mit einem guten, ehrlichen Freund über mich oder die Welt? über wie man die Welt sieht, oder sie auch nur sehen könnte. darüber, wie es mir geht, oder dass ich total falsch liege, wenn ich sag, dass alle andren Idioten sind. weder Kritik noch Bestätigung bekomm ich seitdem. oder kaum. zumindest kaum welche, von der ich etwas halten könnte. kann mich denn jemand kritisieren, der mich nicht kennt? wenn man darüber nachdenkt, weiß man die Antwort: nein. &auch aufbauende Worte, die mehr sind, als ein bloßes "gut gemacht", oder "hey, toll, Nici!". auf einmal fehlen die anerkennenden Blicke, oder die gutbeobachteten Aussagen. die Zusprüche.
aber auch in der Schule lief vieles schief. eine gute Schülerin war ich nie, das muss ich zugeben&es fällt mir auch nicht schwer. aber ich war immer mit einem gewissen Fleiß an der Sache. mit richtiger Motivation. irgendwann hab ich gemerkt, dass mich all das Fleißigsein kein bisschen weiter bringt. andere tun halb so viel, oder noch weniger. sie schreiben trotzdem gute Noten - oft nicht ganz ehrlich, aber das ändert auch nichts an der Note. ich hab es also aufgegeben. das Fleißigsein. auch damit kann ich mich nicht mehr identifizieren. es war einmal ein wager Versuch, mich zu beschreiben, wenn man mich nicht kannte. &es trifft nicht mehr zu.
es klingt härter, als ich will, dass es klingt, wenn ich sage: mein Vater ging. mein Bruder folgte ihm. aber ich hab zwei Personen "verloren", die nicht nur Bezugspersonen sind, sondern meine Vergangenheit, der Grund, warum ich an bestimmte Dinge glaube und warum ich andere verabscheue. sie haben mich geprägt, sie haben mir geholfen stehen und laufen zu lernen - auch im metaphorischen Sinn. es waren nicht nur Stützen und Pfeiler, sondern auch Fundamente und Stufen. etwas ganz anderes, als eine Freundschaft und mindestens genauso bedeutend.
oder wenn ich andere über Aktivitäten und Hobbies sprechen höre, frage ich mich bloß, wo meine ganze Energie landet. das meiste gab ich auch oder vernachlässige ich. teilweise finde ich keine Ruhe, weil ich die Fotografie als Ausdrucksmittel vermisse. oder den Bleistift als Element meiner selbst. Selbstverwirklichung ist wie ein Gut, das nur bestimmten Leuten gestattet ist. ich konnte es. &hab es verlernt (oder aufgegeben?).

was zeigt mir im Moment noch, wer ich bin? woher weiß ich, wie mein Herz schlägt, wenn kein Echo zu hören ist? worin mündet der gewaltige Regenbogen? ich bin nicht auf dieser Welt, um mit dem grausamen Wissen zu sterben, dass ich nichts bin. dass es nicht einfach ist, einen Menschen zu beschreiben, darüber wäre jede Diskussion unnütz. aber hat nicht jeder ein paar Eckpfeiler, die ihn eigentlich gar nicht so sehr, aber doch ausmachen? wie sehen meine aus?
ich hätte gerne einen Namen auf der Stirn.
ja, im Moment wäre es mir lieber, Eigenschaften aufgedrückt zu bekommen, von ignoranten Arschlöchern, die es kaum wert sind, sich um ihre Aussagen zu scheren, um einfach nur an irgendetwas festzuhalten, das ich womöglich bin.
8.2.11 23:50


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